Wie werden Abbruchelemente dargestellt?

Voreinstellung für Abbruchdarstellung im Phasensystem von Vectorworks

Wie stellt man Abbruch im Plan am besten dar? Gelb? Mit oder ohne Konturlinie? Je nach Büro sieht der Abbruch in Umbauplänen sehr unterschiedlich aus. Damit das Phasensystem in Vectorworks trotzdem mit einer sinnvollen Einstellung startet, hat Vectorworks Switzerland dazu eine Umfrage unter Anwenderinnen und Anwendern durchgeführt.

Wichtig: Die Umfrage dreht sich ausschließlich um die Voreinstellung der Datenvisualisierung. Wer mit anderer Farbe, Linienstärke oder ganz ohne Kontur arbeiten möchte, kann die Darstellung selbstverständlich mit wenigen Klicks an den eigenen Bürostandard anpassen. 
 

Hintergrund: Das neue Phasensystem in Vectorworks

Mit dem Phasensystem führt Vectorworks ein zusätzliches Strukturelement ein: Einen Status, der zwischen Bestand, Abbruch und Neubau unterscheidet. Diese Datenquelle ermöglicht es, automatisch phasengenaue und verständliche Pläne und Auswertungen abzurufen. Pläne werden genauer und einfacher zu verstehen. Missverständnisse zwischen Planung, Ausführung und Bauherrschaft lassen sich besser vermeiden.

Die Datenvisualisierung übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Sie steuert, wie genau bestehende, neue, abgebrochene oder versetzte Objekte dargestellt werden. Sie sorgt auch dafür, dass die Grafik konsistent bleibt. Damit das ohne große Einstiegsarbeit funktioniert, braucht es eine Voreinstellung, die in möglichst vielen Büros Sinn ergibt.
 


Was wir abgefragt haben

Der Abbruch ist gelb. So weit, so klar. Aber was genau heisst das nun? Mit unserer Umfrage wollten wir die Details der Darstellung klären. Werden Abbruchobjekte mit oder ohne Konturlinie gezeichnet? Ist diese Kontur gelb oder grau? Und was für ein Gelb? Und gibt es weitere Varianten?

Viele Teilnehmende nutzen die Möglichkeit, ihre Präferenz zu begründen. Einigen ist die gute Lesbarkeit wichtig. Andere legen mehr Wert auf Zurückhaltung. Der Abbruch soll das Bild nicht dominieren.
 


Ergebnisse: Die gelbe Konturlinie liegt vorn

Die Auswertung zeigt ein klares Bild:

  • Rund zwei Drittel wünschen sich die gelbe Konturlinie als Standard für Abbruch, nur etwa ein Drittel bevorzugt grau.
  • Eine Konturlinie wird mehrheitlich befürwortet. Sie verbessert nach Einschätzung vieler Büros die Lesbarkeit, besonders in komplexen Plänen mit vielen Bauteilen.

Typische Kommentare aus der Umfrage:

  • Abbruchdarstellung meist ohne Füllung, mit gelber oder gelb‑orangefarbener Kontur, weil die Objekte so erkennbar bleiben, aber nicht zu dominant werden.
  • Klare Unterscheidung Bestand/Abbruch, wenn alle Abbruchobjekte konsequent in Gelb dargestellt sind.
  • Bei komplexen Plänen sorgt die Konturlinie dafür, dass Abbruch beim Lesen nicht „verschwindet“ und als eigener Zustand wahrnehmbar bleibt.

Auf der anderen Seite stehen Stimmen, die bewusst eine dezente Darstellung wählen. In diesen Büros spielt der Abbruch in späteren Phasen nur noch eine untergeordnete Rolle. Eine Darstellung ohne Konturlinie passt dort besser, weil der Fokus stärker auf der Neuplanung liegt und zusätzliche Linien als störend empfunden werden.
 


Was bedeutet das für die Voreinstellungen?

Da die Mehrheit eine gelbe Konturlinie und eine Darstellung mit Kontur bevorzugt, richten wir die Voreinstellungen im Phasensystem daran aus. Abbruch wird in der Standard‑Datenvisualisierung gelb mit Konturlinie dargestellt. So entsteht eine Konfiguration, die gut lesbar ist und die häufigste Wunschvariante aufnimmt.

Zur Erinnerung: Farbe, Linienstärke und Füllung der Abbruchdarstellung lassen sich jederzeit anpassen, als Bürostandard hinterlegen und als Vorgabe speichern. Jedes Büro kann Abbruch so dezent oder hervorgehoben darstellen, wie es zu den jeweiligen Projekten passt. Die Voreinstellung ist ein guter Startpunkt, nicht mehr und nicht weniger.