Künstliche Intelligenz verändert, wie Visualisierungen im Planungs- und Innenausbauprozess entstehen. Deshalb lohnt es sich, die Möglichkeiten dieser Technologie auch wissenschaftlich zu prüfen und Strategien abzuleiten, die möglicherweise bessere Ergebnisse erzielen.
Drei Holztechnik-Studenten der Berner Fachhochschule, Silvan Bürgi, Gian Nägeli und Linus Linder, haben sich damit befasst. Ihr Thema: KI-gestützte Renderprompts für Küchenvisualisierungen. Rund 75 Arbeitsstunden steckten sie in dieses Projekt, unterstützt von Vectorworks Switzerland.
Im Zentrum stand die Frage, wie gut ChatGPT, Gemini und der KI-Visualisierer von Vectorworks fotorealistische Bilder aus CAD-Zeichnungen generieren. Zusätzlich testeten die drei verschiedene Prompt-Strategien mit typischen Anweisungen zu Textdarstellung, Aufbau, Beleuchtung und Materialisierung der Renderings. Weitere Prompttexte, die ausgelotet wurde, dienten dem gezielten Hinzufügen oder Entfernen von Personen und Objekten. "Wir haben uns für dieses Thema entschieden, um ein besseres Verständnis für KI zu entwickeln. Das erarbeitete Wissen und den korrekten Aufbau von Prompts können wir auf andere Bereiche übertragen und in unserem Alltag nutzen," sagt Silvan Bürgi. "Die Spezialisten von Vectorworks Switzerland haben uns dafür verschiedene Zeichnungsdateien und Softwarelösungen zur Verfügung gestellt und uns mit ihrer fachlichen Expertise optimal unterstützt."
Das Ergebnis der Studie: Die Systeme arbeiten auf einem vergleichbaren, bereits hohen Niveau. Der KI-Visualisierer von Vectorworks (Version 2026, Update 4) lag im Bewertungsraster knapp vorne. Ziel war jedoch nicht, einen Gewinner zu küren, sondern den aktuellen Stand der Technik wissenschaftlich einzuordnen und zusätzlich Vectorworks-Anwenderinnen und -Anwendern praxisorientierte Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen.
"Die Spezialisten von Vectorworks Switzerland haben uns verschiedene Zeichnungsdateien und Softwarelösungen zur Verfügung gestellt und uns mit ihrer fachlichen Expertise optimal unterstützt." (Silvan Bürgi, Student an der Berner Fachhochschule)
Zwei dieser Erkenntnisse stechen hervor, weil man sie so nicht unbedingt erwartet hätte: Englischsprachige Prompts brachten oft die besseren Resultate. Und wer ChatGPT einsetzt, um seine Prompts sprachlich zu verbessern, erzielt eine höhere Bildqualität.
Vectorworks Switzerland dankt Silvan Bürgi, Gian Nägeli und Linus Linder für diese engagierte Arbeit und den wertvollen Austausch. Es sind genau solche Projekte, die helfen, neue Technologien einzuordnen und ihr Potenzial für die Praxis besser greifbar zu machen.